ChatGPT-Prompt für Wochenplan: kostenloses Template + warum eigene KI-Apps besser sind (2026)

ChatGPT-Prompt für Wochenplan: das beste Template (mit Aldi/Lidl/Rewe-Angeboten)

Kurze Antwort: ChatGPT kann einen Wochenplan basierend auf Supermarktangeboten nur dann sinnvoll erstellen, wenn du die aktuellen Angebote selbst in den Prompt kopierst. Ohne reale Preise erfindet das Modell Zahlen. Das untenstehende Copy-Paste-Template gibt dem Modell die richtige Struktur — es erwartet eine Angebotsliste, deine Haushaltsdaten und liefert dafür einen Tagesplan plus Einkaufsliste mit geschätzten Kosten.

Wenn du den Schritt mit der Angebotsrecherche selbst nicht jede Woche machen willst, übernimmt das eine spezialisierte App. Mehr dazu unten.

Warum die Standard-Frage nicht reicht

Wer in Google oder direkt in ChatGPT tippt: „Kannst du mir helfen, einen Wochenmenüplan basierend auf Supermarktangeboten zu erstellen?" — bekommt eine höfliche, aber nutzlose Antwort. Das Modell schlägt generische Gerichte vor, schätzt willkürliche Preise und kennt weder die aktuellen Aldi-Süd-Aktionen noch das Lidl-Hello-Sortiment dieser Woche.

Das hat nichts mit der Intelligenz des Modells zu tun. ChatGPT hat schlicht keinen Live-Zugriff auf Supermarkt-Prospekte. Die Trainingsdaten enden Monate vor dem Stichtag, und ein „Hähnchenbrust 0,99 €/100 g" aus dem Trainingsset ist heute vielleicht 1,39 €.

Die Lösung ist, dem Modell die Daten zu liefern, die es nicht hat — als Teil des Prompts.

Das Copy-Paste-Template

Folgender Prompt funktioniert mit ChatGPT (GPT-4 oder neuer), Claude und Gemini gleichermaßen:

Du bist mein Wochenplaner. Erstelle einen 7-Tage-Speiseplan für [PERSONEN] Personen
auf Basis der unten aufgeführten Supermarktangebote.

Rahmenbedingungen:
- Budget: [BUDGET] € für die ganze Woche
- Ernährung: [z. B. omnivor / vegetarisch / vegan / glutenfrei]
- Allergien/No-Gos: [z. B. keine Nüsse, keine Pilze]
- Kochzeit pro Abend: maximal [MINUTEN] Minuten
- Reste-Tag: [ja / nein]

Aktuelle Angebote diese Woche:
- Aldi: [Produkt] [Menge] [Preis], [Produkt] [Menge] [Preis], …
- Lidl: [Produkt] [Menge] [Preis], …
- Rewe: [Produkt] [Menge] [Preis], …

Bitte gib aus:
1. Einen Tagesplan Montag–Sonntag mit jeweils Frühstück, Mittag und Abend
2. Eine konsolidierte Einkaufsliste, sortiert nach Markt
3. Die geschätzten Gesamtkosten pro Tag und für die Woche
4. Drei optionale Reste-Verwertungsideen

Zutaten dürfen sich über mehrere Tage wiederholen. Plane bewusst Überschneidungen ein,
damit nichts verdirbt. Keine Zutat soll im Plan auftauchen, die nicht in der
Angebotsliste oder in der Liste der Vorratsbasics (Salz, Pfeffer, Öl, Mehl, Reis,
Pasta, Eier, Zwiebeln, Knoblauch) steht.

Setze die Platzhalter ein. Eingabezeit: rund fünf Minuten — vorausgesetzt, du hast die Angebote bereits gesammelt.

Worauf es im Prompt ankommt

1. Konkrete Angebote mit Preisen. Ohne Preise halluziniert das Modell. Selbst wenn es richtige Gerichte vorschlägt, sind die Kostenrechnungen Zufall. Faustregel: Steht ein Preis nicht im Prompt, ist er erfunden.

2. Klare Rahmenbedingungen. Personenzahl und Budget sind Pflicht. Kochzeit, Diätstil und No-Gos sind optional, aber sie heben die Qualität des Outputs deutlich.

3. Strukturierter Output. Die Aufzählung „1. Tagesplan, 2. Einkaufsliste, 3. Kosten, 4. Reste-Ideen" zwingt das Modell in ein vorhersehbares Format. Ohne diese Struktur kommen oft Fließtext-Antworten zurück, die du nicht direkt nutzen kannst.

4. Anker für nicht aufgeführte Zutaten. Die Liste der Vorratsbasics am Ende verhindert, dass das Modell exotische Zutaten in den Plan packt, die du gar nicht zu Hause hast.

Beispiel-Eingabe und -Ausgabe

So sieht ein gefüllter Prompt für einen Zwei-Personen-Haushalt aus:

Personen: 2
Budget: 50 € für die Woche
Ernährung: omnivor, viel Gemüse
Allergien: keine
Kochzeit: maximal 30 Minuten
Reste-Tag: ja

Aldi-Angebote diese Woche:
- Hähnchenbrust 1 kg 6,99 €
- Paprika 500 g 1,49 €
- Naturjoghurt 500 g 0,89 €
- Kartoffeln 2,5 kg 1,99 €
- Basmatireis 1 kg 1,79 €

Lidl-Angebote diese Woche:
- Eier 10 Stk. 1,99 €
- TK-Spinat 750 g 1,49 €
- Tomaten 500 g 1,29 €

Die Ausgabe enthält dann typischerweise: einen Plan mit Hähnchen-Reis-Pfanne, Joghurt-Bowl, Spinat-Kartoffel-Auflauf, Tomatensalat, Eierpfannkuchen und einer Restepfanne — alles mit Mengen pro Person, einer sortierten Einkaufsliste und einer plausiblen Endsumme zwischen 38 und 48 €.

Die Methode dahinter ist nicht neu. Sie folgt dem System aus unserem Beitrag Wochenmenüplan basierend auf Supermarktangeboten erstellen — nur dass diesmal die Arbeit der „Plan-Komposition" das Sprachmodell übernimmt.

Die drei häufigsten Fehler

1. Angebote ohne Mengen kopieren

„Hähnchenbrust 6,99 €" ist mehrdeutig. 200 g oder 1 kg? Ohne Menge schätzt das Modell einen Plausibilitätswert — und du landest mit zu wenig oder zu viel Fleisch im Einkaufswagen. Immer Menge mitliefern.

2. Den Plan nicht prüfen

Sprachmodelle sind selbstbewusst. Selbst wenn sie eine Zutat doppelt zählen oder die Einkaufsliste falsch konsolidieren, klingt die Antwort souverän. Vor dem Einkauf einmal Liste gegen Plan abgleichen.

3. Den Prompt nur einmal nutzen

ChatGPT vergisst zwischen den Wochen alles. Wenn du den Prompt strukturiert speicherst (z. B. als „Custom GPT" oder einfach als Textbaustein), sparst du wöchentlich fünf Minuten Tippen. Tipp: Die Vorratsbasics einmal an deinen Haushalt anpassen und nie wieder ändern.

Wo ChatGPT trotzdem an Grenzen stößt

Auch mit dem perfekten Prompt bleibt das Grundproblem: Du musst die Angebote selbst recherchieren. Realistisch heißt das jeden Sonntagabend:

  • Aldi-Süd-Prospekt durchgehen
  • Lidl-Hello durchgehen
  • Rewe-Handzettel durchgehen
  • Jeweils 4–8 relevante Posten abtippen oder kopieren

Das ist die eigentliche Arbeit. Der Prompt nimmt dir nur den Kompositionsschritt ab.

Mehr zum manuellen Vorgehen ohne KI haben wir im Beitrag Rezepte nach Angeboten planen und in unserer Anleitung zu Aldi Angebote Rezepte beschrieben.

Wo eine spezialisierte App ChatGPT schlägt

Flyva wurde genau für den Schritt gebaut, den ChatGPT nicht kann: das automatische Einlesen der aktuellen Discounter-Prospekte. Die App kennt die Aldi-, Lidl-, Rewe- und Edeka-Aktionen deiner Region in Echtzeit und kombiniert daraus passende Rezepte mit fertigem Wochenplan und Einkaufsliste.

Du gibst einmal an, wie viele Personen, welches Budget und welche Ernährung — und bekommst jeden Montag den fertigen Plan. Kein Prompt, keine Angebotsrecherche, kein Faktencheck. Mehr Hintergrund dazu in unserem Beitrag Meal-Planning-App spart beim Einkauf.

Wann sich was lohnt

| Wenn du … | dann ist … | |-----------|-----------| | Spaß am Optimieren hast und alle 1–2 Wochen einen neuen Prompt schreibst | ChatGPT mit gutem Template ideal | | Die Angebote ohnehin schon scannst und nur Hilfe beim Plan brauchst | Das Template oben perfekt | | Jede Woche ohne Aufwand einen Plan willst | Eine spezialisierte App wie Flyva besser geeignet | | Komplexe Diäten (Allergien, Keto, Halal) automatisch berücksichtigen willst | Eine App mit Diätfiltern besser, weil reproduzierbar |

Direkt loskochen

Wer keine Lust auf Prompt-Engineering hat, findet unter folgenden Anlaufstellen sofort einsetzbare Pläne und Rezepte:

Die komplette Sammlung an angebotsfreundlichen Gerichten findest du in unserer Rezeptdatenbank — jedes Rezept verlinkt direkt auf den günstigsten verfügbaren Markt.

Fazit

Ein guter ChatGPT-Prompt für den Wochenplan steht und fällt mit drei Dingen: konkrete Angebote, klare Rahmenbedingungen, strukturierter Output. Wer die fünf Minuten Setup investiert, holt aus dem Modell sofort brauchbare Pläne raus.

Wer den Setup-Schritt der Angebotsrecherche ebenfalls auslagern möchte, ist mit einer spezialisierten App schneller dran. Beide Wege funktionieren — die Frage ist nur, wie viel von der Arbeit du selber machen willst.